Straßenverkehrsordnung& Infrastruktur

Wer darf Rad fahren?

Rad fahren darf jede und jeder

-    ab 12 Jahren
-    ab 10 Jahren nach Absolvierung der freiwilligen Radfahrprüfung

Für das Mitführen von Personen gilt

  • in einem Kindersitz (für 1 Kind unter 8 Jahren)
  • in einem geeigneten Anhänger (auch für 2 Kinder)
  • in einem für Personentransport geeigneten Lastenrad (auch für mehrere Kinder)

Personen über 8 Jahren dürfen auch auf einem Fahrrad mitgeführt werden, wenn dieses dafür vorgesehen ist, d.h. über extra Sitz, Griff und Fußraste verfügt. Die mitführende Person muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Rad-Infrastruktur

Ein kurzer Überblick über Radinfrastruktur, rechtlichen Rahmen und Benützungstipps:

 

Fahrbahn

Das Radeln im Mischverkehr mit dem Kfz-Verkehr erfordert für manche anfangs vielleicht etwas Überwindung, ist bei angemessener Kfz-Geschwindigkeit aber durchaus ratsam. Bessere Sichtbarkeit und dadurch Sicherheit, mehr Platz und stärkere Präsenz von Radelnden sprechen für das Benutzen der Fahrbahn. Ist ein Radweg vorhanden muss dieser jedoch benutzt werden. Mit 31.3.2013 tritt in Österreich die erste radfreundliche StVO-Novelle in Kraft, in der die Radwegbenutzungspflicht flexibilisiert wurde. So ist es nun der Behörde möglich, einzelne Radwege von der Benützungspflicht auszunehmen – und somit das Fahrbahnverbot für RadfahrerInnen aufzuheben (gekennzeichnet durch ein eckiges blaues Schild - im Gegensatz zum benutzungspflichtigen Radweg: rundes blaues Schild). Allgemein von der Radwegbenutzungspflicht ausgenommen sind Rennradfahrten im sogenannten "Training", zweispurige Räder und Anhänger sowie Rad-Breiten über 80cm.

 

Begegnungszone

Die Begegnungszone, die in Österreich ab 31.3.2013 in der Straßenverkehrsordnung gesetzlich festgehalten ist, ist für die gemeinsame Nutzung durch Fahrzeuge und Fußgänger vorgesehen. Die gesamte Fahrbahn darf von allen Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt benutzt werden, gegenseitiges mutwilliges Gefährden oder Behindern ist nicht erlaubt. Die maximale Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. Beginn und Ende einer Begegnungszone sind beschildert.

 

 

 

Fahrradstraße

Neu mit 31.3.2013 ist nun auch in Österreich die sogenannte Fahrradstraße im Gesetz fest verankert. In Fahrradstraßen haben Radfahrende absoluten Vorrang gegenüber KFZ-Verkehr. Autos und LKWs dürfen Fahrradstraßen nur ausnahmsweise benutzen, etwa zum Zu- und Abfahren. Gekennzeichnet sind Fahrradstraßen durch spezielle Schilder (siehe rechts). Ob und wo Fahrradstraßen geschaffen werden obliegt der Behörde. Das Geschwindigkeitslimit liegt bei 30km/h, Nebeneinanderradeln ist erlaubt!

 

 

Radfahrstreifen

Ein Radfahrstreifen befindet sich direkt auf der Fahrbahn und ist durch eine durchgezogene Linie begrenzt. Er kennzeichnet jenen Bereich der für den Radverkehr in eine Richtung vorgesehen ist. Vom Kfz-Verkehr darf ein Radfahrstreifen nicht befahren werden.

 

 

Mehrzweckstreifen

Ist eine Fahrbahn nicht breit genug um einen Radfahrstreifen zu markieren, findet sich häufig ein Mehrzweckstreifen vor. Dieser darf auch vom Kfz-Verkehr benutzt werden, allerdings unter besonderer Rücksichtnahme auf Radfahrende.

 

 

Radweg

Radwege sind vom Kfz- sowie Fußgeher-Verkehr getrennte Bereiche, die, je nach Breite, in eine oder zwei Richtungen geführt werden. Besonders im Kreuzungsbereich ist bei Radwegen Vorsicht geboten, da der Kfz-Verkehr durch schlechte Sichtverhältnisse teilweise nicht damit rechnet dass Radfahrende queren bzw. häufig auch nicht darauf achtet, dass Radfahrende Vorrang haben. Durch die StVo-Novelle und die damit verbundene Flexibilisierung der Radwegbenutzungspflicht können mit 31.3.2013 einzelne Radwege von der Benützungspflicht ausgenommen werden. Ist ein Radweg in sehr schlechtem Zustand, sodass kein sicheres Benützen gewährleistet ist, darf für diesen Abschnitt prinzipiell auf die Fahrbahn gewechselt werden.

 

 

Nachrang bei Radwegverlassen

Achtung, ist eine Radverkehrseinrichtung zu Ende, also durch die Schrift "Ende" bzw. das dazugehörige Schild gekennzeichnet oder eben einfach zu Ende, haben Radfahrende Nachrang gegenüber dem Fahrbahnverkehr, das gilt auch beim Verlassen von Radverkehrsanlagen (auch Radstreifen und MZW-Streifen!). Das ist ein eklatanter Nachteil für den Radverkehr, der hoffentlich in der nächsten StVO-Novelle entfällt.

 

Radfahr-Überfahrten

Radfahrüberfahrten sind durch weiße Blockmarkierungen gekennzeichnete Fortführungen des Radweges über eine Kreuzung, auf denen einE RadfahrerIn ebenso Vorrang genießt wie einE FussgängerIn auf Zebrastreifen. Sie kommen bei Kreuzungen ohne Ampelregelung zum Einsatz. Auf Radfahrüberfahrten darf, sofern die Kreuzung nicht doch durch eine Ampel geregelt ist, mit max. 10km/h angenähert werden, was einen wesentlichen Nachteil dem Radfahren auf der Fahrbahn gegenüber darstellt, aber die Sicherheit erhöhen soll, um rechtzeitig von querenden KFZ gesehen zu werden.

 

Getrennter Geh- und Radweg

Dieser Radweg ist vom Gehweg nur durch eine Sperrlinie getrennt. Häufig kommt es hierbei zu Konfliktsituationen, wenn die Trennlinie versehentlich überschritten bzw. überradelt wird. Vorausschauendes Fahren und angepasste Geschwindigkeit sind hier (sowie speziell auch am gemischten Geh- und Radweg) das Um und Auf. Frühzeitiges, informelles Klingeln wirkt meistens besser als penetrantes Klingeln im letzten Moment. Auch ein freundliches Hinweisen im Falle von unaufmerksamen zu Fuß gehenden verbessert das Miteinander auf engem Raum.

 

 

Gemischter Geh- und Radweg

Ein gemischter Geh- und Radweg ist ein Bereich der für zu Fuß gehende und Radfahrende gleichermaßen ausgerichtet ist. Rücksichtsvolles Verhalten sind wesentlich um aufgrund der so unterschiedlichen Geschwindigkeiten problemlos voranzukommen.

 

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